Bayerische Staatsoper

Untadelig und schlüssig

Nach streitbaren Vorgänger-Produktionen überzeugt der neue Münchener «Rigoletto» szenisch wie musikalisch

Klaus Kalchschmid • 13. März 2026

Ein gefangener Engel: Serena Sáenz als Gilda © Geoffroy Schied

Das gelbe Mädchen-Zimmer von Gilda steht den unterschiedlichsten anthrazitfarbenen Räumen für den neuen «Rigoletto» an der Bayerischen Staatsoper gegenüber. Sie sind mehr oder minder gekippt, ebenso abstrakt wie elegant und raffiniert ausgeleuchtet, jeweils drei nebeneinander (Bühne: Barbara Hanicka). Die blauen, halb verwischten Umrisse einer Libelle oder auch eines Engels erkennt man und den Schriftzug „TO DIE IS NOTHING / BUT IT IS TERRIBLE / NOT TO LIVE“. Später legen sich, wie von Geisterhand gemalt, weiße Worte in fließender Handschrift darüber, die allerdings unleserlich bleiben. Wenn Gilda da in der Mitte und an der Wand steht, scheinen die Engelsflügel ihr zu gehören.

Hier also hält Rigoletto seine Tochter wie…