Osterfestspiele Salzburg

Elektrisierend

«Rheingold» bei den Osterfestspielen überzeugt vor allem dank der Berliner Philharmoniker unter Kirill Petreko und der Solisten

Klaus Kalchschmid • 03. April 2026

Auf einer Bühne mit acht Leinwänden taucht Kirill Serebrennikov die Götterwelt Wagners in eine indigene Atmosphäre © Monika Rittershaus

Was für ein Orchester! Kirill Petrenko dirigiert „seine“ Berliner Philharmoniker zu Beginn von Wagners «Ring des Nibelungen» bei den Salzburger Osterfestspielen (die weiteren Teile folgen 2027, 2029 und 2030, 2028 wird „Moses und Aron“ eingeschoben), als hätten wir das «Rheingold» noch nie gehört. Jede Phrase klingt elektrisierend und spannungsgeladen. Vermeintliche Kleinigkeiten der Instrumentation leuchten wie noch nie gehört, und dann gibt es da die gewaltigen Steigerungen wie schon gleich zu Beginn: vom Kontra-Es ausgehend entfaltet sich da ein immer größeres Wogen in reinem Es-Dur, bevor nahtlos das Terzett der Rheintöchter begin…