Oper Leipzpig

Lortzing auf den Barrikaden

Die seltene Revolutionsoper «Regina» überzeugt in der Lesart von Regisseur Bernd Mottl nur bedingt. Das Lortzing-Debüt von Dirigent Constantin Trinks gelingt

Sabine Busch-Frank • 27. April 2026

Mit dieser Pistole wird Regina (Jacquelyn Wagner) den Aggressor Stephan (Mathias Hausmann) erschießen © Tom Schulze

Weit ist der Weg nicht von den Häusern der Musikalischen Komödie zur Oper Leipzig, von der komischen Oper «Der Waffenschmied», die dort am Vortag Premiere hatte, zu Lortzings letztem und einzigem ernsten Musiktheaterwerk «Regina». Die Ähnlichkeiten der beiden im Abstand von nur zwei Jahren entstandenen Werke scheinen das Regieteam von «Regina» inspiriert zu haben, auch dieses in einer Waffenschmiede spielen zu lassen, allerdings in moderner Zeit, weitab von Ritterrüstungen und Handwerker-Ethos.

Die Handlung des zu Lebzeiten des Komponisten unaufführbaren Werkes verquickt Revolution und Romanze und punktet mit starken Chorszenen: Regina, Tochter eines Fabrikbesitzers, und der Vorarbeiter Richa…