Internationale Händel-Festspiele Göttingen

Fräulein Achilles

In «Deidamia» übernimmt George Petrou sowohl das Dirigat als auch die Regie. Alles in allem eine Sternstunde

Albert Gier • 19. Mai 2026

Bruno de Sá muss sich als Achilles zwar verkleiden, kann das Jagen aber nicht lassen © Alciro Theodoro da Silva

Die am 10. Januar 1741 uraufgeführte «Deidamia» ist die letzte der italienischen Opern, die Georg Friedrich Händel für London komponierte. Dass sie damals nur dreimal gespielt wurde, spricht nicht gegen die Qualität der Musik: Das Interesse des englischen Publikums an der Oper hatte in dieser Zeit deutlich nachgelassen (Händels vorletzte Oper «Imeneo» war anderthalb Monate vorher gar nur zweimal gegeben worden). Die erste Aufführung in neuerer Zeit fand 1953 bei den Händel-Festspielen in Halle statt, bis 2006 waren weltweit 36 Inszenierungen zu verzeichnen – kein Vergleich zu den Spitzenreitern «Giulio Cesare» (310), «Serse» (203), «Rodelinda» und «…