Pressemeldungen >> Preise & Ehrungen

Joel Sandelson gewinnt Herbert von Karajan Young Conductors Award

10. Aug 2021

Von: Salzburger Festspiele

Joel Sandelson überzeugte beim YCA Award Concert Weekend 2021 in der Stiftung Mozarteum die internationale Jury unter dem Vorsitz von Manfred Honeck in einem Konzert der Camerata Salzburg.

„Ich finde es wunderbar, dass es hier in Salzburg, sozusagen dem Wohnzimmer Herbert von Karajans, diesen hochkarätigen Wettbewerb für junge Dirigiertalente gibt. Die Kandidaten hatten die einzigartige Möglichkeit mit einem fantastischen Orchester wie der Camerata Salzburg, je ein Konzert mit eigenem ausgewählten Programm zu dirigieren. Alle Kandidaten haben ihr Talent eindrucksvoll unter Beweis gestellt und gezeigt, dass die Kunst guten Dirigierens eine Zukunft hat. Ich möchte mich auch bei den Mitgliedern der Jury bedanken, die aus fernen Ländern ihre Zeit für unseren Nachwuchs geschenkt haben. Die Wahl ist uns nicht leicht gefallen; wir haben uns schlussendlich für Joel Sandelson entschieden, weil er seine angeborene Musizierfreude in den Dienst der Musik gestellt hat und seine musikalischen Vorstellungen deutlich durchgesetzt hat. Ich möchte abschließend allen, die angetreten sind, von Herzen alles Gute wünschen und sie ermutigen, den oft steinigen Weg einer Dirigentenkarriere weiterzugehen und dabei niemals die Schönheit der Musik aus den Augen zu verlieren, der wir am Ende dienen dürfen", sagt Juryvorsitzender Manfred Honeck bei der Bekanntgabe des Preisträgers 2021. 

„Ich bin überglücklich, diesen wunderbaren Preis von einer Institution wie den Salzburger Festspielen erhalten zu haben. Ich habe es unglaublich genossen mit der Camerata Salzburg zu arbeiten, der ich besonders danken möchte so wie den Salzburger Festspielen und der Jury. Auch von meinen beiden Kollegen habe ich sehr viel gelernt. Und dass ich gewonnen habe, war eine großartige Überraschung", sagt der diesjährige Preisträger, Joel Sandelson. 

Der in diesem Jahr neu ausgerichtete Herbert von Karajan Young Conductors Award wird zum zehnten Mal verliehen und findet nun biennal statt. Insgesamt gab es 250 Bewerber, von denen acht das Semifinale im Mai 2021 erreicht hatten. Der Preis ist mit € 15.000 dotiert und wird alle zwei Jahre an einen jungen Dirigenten bis 35 Jahre verliehen. Darüber hinaus erhält der Preisträger die Möglichkeit, im August 2022 ein Festspielkonzert mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien und einem jungen, am Beginn einer vielversprechenden Karriere stehenden Solisten zu leiten. Dieses Konzert wird aufgezeichnet und erscheint als CD in der Edition Salzburger Festspieldokumente.

Der erfolgreiche weitere Berufsweg der Preisträger der letzten Jahre, Gábor Káli (2018), Kerem Hasan (2017), Aziz Shokhakimov (2016), Lorenzo Viotti (2015), Maxime Pascal (2014), Ben Gernon (2013), Mirga Gražinytė-Tyla (2012), Ainārs Rubikis (2011) und David Afkham (2010) zeigen die internationale Relevanz dieser Auszeichnung.

„Es gibt wenig schönere Aufgaben als junge Musiker zu fördern und ihnen Zukunft zu geben. Ich sehe eine Initiative wie den Herbert von Karajan Young Conductors Award auch als Verpflichtung der Salzburger Festspiele. Wir sind glücklich und empfinden es als große Ehre, dass dieser Preis nun den Namen Herbert von Karajan trägt", sagt Intendant Markus Hinterhäuser

Die Festspiele bedanken sich bei Rolex, einem großen Ermöglicher der Kunstszene. Dank Rolex können die Salzburger Festspiele finanziell realisieren, was ihnen künstlerisch wichtig ist. Rolex ist Hauptsponsor, Rolex finanziert die Salzburger Festspiele Pfingsten und seit 2021 den Herbert von Karajan Young Conductors Award.

Biografie Joel Sandelson 

YCA_Finalisten-1Der britische Dirigent Joel Sandelson, 1994 geboren, schloss 2016 sein Musikstudium an der Cambridge University mit höchsten Auszeichnungen ab und setzte seine Ausbildung an der Londoner Royal Academy of Music bei Sian Edwards fort. Von 2018 bis 2020 erhielt er das Leverhulme Conducting Fellowship des Royal Conservatoire of Scotland; in dieser Zeit war er Assistenzdirigent beim BBC Scottish Symphony Orchestra unter Thomas Dausgaard. Er ist Künstlerischer Leiter des Barockorchesters Wond'rous Machine, mit dem er zuletzt in der Kirche St John's, Smith Square, und am Southbank Centre in London debütierte. 2020 gewann er den 3. Preis bei der 1. Siemens Hallé International Conductors Competition.

Joel Sandelson dirigierte bereits Orchester wie das Danish National Symphony Orchestra, das BBC National Orchestra of Wales, das Cincinnati und das Jacksonville Symphony Orchestra, das Sofia Philharmonic Orchestra, das Stavanger Symphony Orchestra sowie alle großen Orchester Schottlands. Weitere wichtige Impulse erhielt er am renommierten Tanglewood Music Centre sowie bei Dirigenten wie Sir Roger Norrington, Thomas Søndergård, Martyn Brabbins, Jorma Panula und Mark Stringer. Zudem assistierte er bei Mark Elder, Jac van Steen, Edward Gardner und Trevor Pinnock.

Seine musikalische Laufbahn begann Joel Sandelson als Cellist, wobei er in Rezitals und Kammermusikkonzerten u. a. in der Wigmore Hall in London zu hören war. Zudem gab er Solistenkonzerte in ganz Europa, nahm erfolgreich an mehreren Wettbewerben teil und musizierte als Barockcellist mit führenden britischen Alte-Musik-Formationen. 

Die Jury des Herbert von Karajan Young Conductors Award 

Vorsitz
Manfred Honeck, Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra

Mitglieder

Peter Alward – ehemaliger Leiter der Osterfestspiele Salzburg
Gary Hanson – ehemaliger Geschäftsführer des Cleveland Orchestra
Markus Hinterhäuser – Intendant der Salzburger Festspiele
Brian McMaster – ehemaliger Leiter des Edinburgh International Festivals
Alexander Meraviglia-Crivelli – Generalsekretär des Gustav-Mahler-Jugendorchesters
Pamela Rosenberg – ehemalige Intendantin der Berliner Philharmoniker
Florian Wiegand – Konzertchef der Salzburger Festspiele

Der Herbert von Karajan Young Conductors Award ist eine Initiative der Salzburger Festspiele in Kooperation mit dem Eliette und Herbert von Karajan Institut.


Foto
Joel Sandelson mit dem Jury-Vorsitzenden Manfred Honeck bei der Preisvergabe © Marco Borrelli