Oper Leipzig

Gestrandet im Spielzeug-Hotel

Wenig Inhalt, aber wunderbare Musik sind in Rossinis «Reise nach Reims» unterwegs. Und so gibt es unter dem Dirigat von Matthias Foremny ein Fest der Stimmen und Klänge

Ute Grundmann • 26. März 2025

In der Ausstattung von Loren Elstein (Kostüme) und Martina Segna (Bühne) ist das heitere Hoteltreiben ein Kinderspiel © Kirsten Nijhof

Der Einakter füllt einen ganzen Opernabend. Immerhin zweieinhalb Stunden braucht es, bis «Die Reise nach Reims» an ihrem Ziel angekommen ist. Der Veranstalter dieser Unternehmung ist immerhin der Komponist Gioacchino Rossini, der hier einige seiner schönsten Melodien auf den Weg schickt. Die werden auch in der Oper Leipzig gebührend präsentiert und gefeiert, drumherum gibt es ein kunterbuntes Spektakel.

Es ist ein Gelegenheitswerk, entstanden zur Krönung des französischen Königs Karl X. anno 1825, also vor genau 200 Jahren. Dass Regisseurin Daisy Evans das muntere Spielchen in einem Hotel ansiedelt, ergibt sich schon aus dem zweiten Teil des Titels, denn die «Viaggio &agra…