Theater an der Wien

Reif für eine Trilogie

Der Regisseur Christof Loy verbindet in Pedro Lunas Zarzuela «Benamor» mit phänomenalen Sängerinnen und Sängern mehrere Genres und sorgt in dieser Komödie der Geschlechter für einen Dauergrinser

Stephan Burianek • 25. Januar 2026

Herbert Murauer entwarf für den Sultanspalast im 1. Akt ein opulentes Bühnenbild, die prächtigen Kostüme stammen von Barbara Drosihn © Monika Rittershaus

Die Haremsdamen sind genervt. Seit anderthalb Jahren warten sie darauf, dass der junge Sultan Dario ihren Arbeitsplatz im persischen Isfahan einweiht, aber er kommt einfach nicht. Notgedrungen versorgen sie stattdessen die Soldaten der Palastgarde. Darios Schwester Benamor hingegen würde ihre Stricknadel herzlich gerne gegen einen Degen tauschen. Was auf dem ersten Blick wie eine „woke“ Emanzipationsproblematik klingen mag, ist eigentlich das Gegenteil: In Pablo Lunas Zarzuela «Benamor» streben die Geschlechter in ihre traditionellen Rollen, denn Benamor ist in Wahrheit ein Mann, Dario eine Frau. 

Wie es dazu kam, schildert im Theater an der Wien gleich zu Beginn mit …